Prof. Dr. Marek Nekula

Prof. Dr. Marek Nekula ©

Prof. Dr. Marek Nekula © Prof. Dr. Marek Nekula

Universität Regensburg, Bohemicum – Center for Czech Studies

Prof. Dr. Marek Nekula studierte Bohemistik und Germanistik an der Philosophischen Fakultät der Masaryk Universität in Brno, in den Jahren 1989 bis 1993 war er Doktorand und Assistent am Institut für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag. 1994 promovierte er in Germanistik an der Freien Universität Berlin und 1998 wurde er nach der Habilitation an der Masaryk Universität in Brno als Professor für Bohemistik und Westslawistik an die Universität Regensburg berufen. Hier leitet er das Bohemicum Regensburg-Passau, ein Zentrum bohemistischer Studien, ab 2007 auch den deutschen Zweig der Deutsch-Tschechischen Studien, die gemeinsam mit der Karlsuniversität Prag angeboten werden. 2006 und 2012 war er senior & visiting fellow am Davis Center for Russian and Eurasian Studies der Harvard University; seit 2012 ist er Vorstandsmitglied der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (LMU München & Universität Regensburg).

Nekula beteiligte sich 1995 bis 2007 an der tschechischen Ausgabe der Schriften Franz Kafkas als Herausgeber, Übersetzer und Editor, für die deutsche Kritische Kafka-Ausgabe übersetzte und kommentierte er die tschechischen Texte und Textfragmente Franz Kafkas und dessen Umfelds. 2003 veröffentlichte er seine Monographie Franz Kafkas Sprachen: „…in einem Stockwerk des inneren babylonischen Turms…“, an die 2004 bis 2007 das von der Fritz Thyssen Stiftung finanzierte Projekt Sprache und Identität: Franz Kafka im mitteleuropäischen sprachlichen und kulturellen Kontext anschloss. Hervorgegangen sind daraus u.a. Dissertationen Zweisprachigkeit in Böhmen – Deutsche Volksschulen und Gymnasien im Prag der Kafka-Zeit von Ingrid Stöhr, „Tschechisch oder Deutsch? Auf dem Weg von Konkurrenz zu Dominanz. Zum Einsatz von innerer und äußerer Amtssprache in der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt im Prag der Kafka-Zeit (1908-1922) von Simona Švingrová und Franz Kafkas Literatursprache: Deutsch im Kontext des Prager Multilingualismus von Boris Blahak. Nekula, der 2000 bis 2010 Mitherausgeber des Germanistischen Jahrbuchs brücken war, behält dabei neben Franz Kafka und seiner tschechischen Rezeption auch weitere deutschsprachige Autoren im Blick – vor allem die mit Bezug auf Böhmen, wie Max Brod oder Theodor Lessing.